Freitag, 18. Februar 2011
Leute, war das ne Nacht
Ich bin hin und her gerissen, weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, aber eins nach dem anderen:

die Fahrt ging tatsächlich ins Krankenhaus, dort wurde ich innerhalb von wenigen Stunden unsanft aus meiner gewohnten Umgebung geholt. Wenn man so lange in völliger Dunkelheit gewohnt hat, kann helles Licht wirklich unangenehm sein, Freunde!

Dass man nach diesem Schock ohne Verschnaufpause von einer unterbezahlten Ampelmännchen aus dem Wasser gehoben und unsanft abgetrocknet wird und sich schon in der nächsten Sekunde auf einer ver**** kalten Waagschale wieder findet, ist auch keine wirklich gelungene Entschuldigung für diesen aprupten Ortswechsel - vorsichtig ausgedrückt.
Und sowas nennt sich Akademiker!

Nun gut, dafür habe ich den Tanzsaal dann auch mal ordentlich zusammengebrüllt, habe allerdings den Eindruck, dass man meine Kritik nicht wirklich angenommen hat. Schwamm drüber!

Anschließend wurde ich zwei ziemlich verschlafenen Typen vorgestellt, die waren mal mächtig begeistert von mir. Die beiden scheinen mein Talent erkannt zu haben, sie folgen mir jedenfalls wie Fliegen einer Tasser warmen Honig mit Schlagsahne.
Obwohl, hätte man mir gesagt, dass ich so früh einen wichtigen Termin habe, hätte ich wohl ein anderes Outfit gewählt, als diesen gebrauchten Strampler aus dem Krankenhausfundus.
Der erste Eindruck zählt, sage ich immer!

Die gesponsorte Markenwindel des Krankenhauses habe ich dann umgehend noch während der ersten Kontaktaufnahme einer umfangreichen Testserie unterzogen, TOP Qualität kann ich nur sagen, da wurde mal nicht am falschen Ende gespart!

So, man entschuldige mich, es wird Zeit für ein Schlückchen und danach muss ich dringend mal telefonieren!
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Wie alles begann


Da schlummert man so friedlich vor sich hin, denkt an nichts böses bzw. irgendwie an gar nichts, da reißt es Dich mit einem mal aus dem Schlaf
wie beim Erdbeben vor Sumatra 2005.

Aber erlauben Sie zuerst mich vorzustellen.
Mein Name ist Juli, das konnte ich zumindest aus Gesprächen der beiden
Stimmen entnehmen, die mich merkwürdigerweise seit einger Zeit permanent
verfolgen.
Ansonsten kann ich wenig bis gar nichts zu mir sagen, denn in meiner
Behausung ist es stockdunkel; man sieht die eigene Hand vor Augen nicht.
Nach einem Spiegel brauche ich gar nicht zu suchen, die
Einrichtungsgegenstände beschränken sich auf eine längliche glibberige
Schnur und einen handähnlichen Gegenstand, den ich ab und zu greifen
kann, ihn aber jedesmal schnell wieder loslasse, weil es mich dann
reproduzierbar unerträglich kitzelt.
Alle Beschwerden bei meinem Vermieter verlaufen im Sande, daher habe ich
beschlossen, in regelmässigen Abständen heftig gegen die Wand zu
poltern. Außerdem bekommt er bei nächster Gelegenheit die Kündigung, da
mein Appartement ständig kleiner und kleiner wird, man hat kaum noch
Platz sich zu drehen.

Eben erwähnte Stimmen höre ich auch jetzt in diesem Moment, zu dieser
ungewöhnlichen Zeit (man redet von vier Uhr in der Nacht). Während die
hellere Stimme hektisch merkwürdige Laute ausgibt
("uuuuhh","ahhhh","heijeiei") scheint der Urheber der wesentlich ruhiger
hervorgebrachten Worte sich noch in einem mir sehr wohl bekannten
schlafähnlichem Zustand zu befinden.

Trotzdem muss etwas furchtbares passiert sein, denn es fallen Ausdrücke wie "Krankenhaus","fahr schneller" und "ich melde uns schonmal an"

Irgendwie aufregend!
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